Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Meinung Zum Neuen Testsystem
BikeMattes
19.01.2009, 15:24
LIEBE BIKE LESER!
Wir haben Anfang 2009 eine neue Testmethode mit der Messung von Watt-Zahlen und Rundenzeiten eingeführt.
Was haltet Ihr von diesem neuen System?
Wir sind über alle Hinweise und Anregungen dankbar!
Viel Spaß!
Eure BIKE-Redaktion
Hier gehts zum Thema -> (http://www.bike-magazin.de/?p=1756)
25thfloor
19.01.2009, 16:56
ja, finde ich ganz gut, mut zur subjektivität.
das steht und fällt mit den piloten und deren unbewussten affinitäten und abneigungen, macht aber nix, da andere als "objektiv" bezeichnete testkriterien auch nicht objektiver sind.
nun zur kritik des letzten tests von carbonhardtails:
das war eigentlich ein reifentest, die rahmen fahren sich sicherlich nicht sehr unterschiedlich.
und wenn ich schon dabei bin:
der größte fauxpas der letzten zeit war für mich der leicht- all mountaintest in einer der letzten ausgaben. nicht nur die dt- carbonlaufräder waren vertreten, nein, noch viel leichter: die notubes ztr race- felgen mit sub 300g waren an 2 bikes dran. am all mountain!
dann aber den speedneedle am liteville monieren. pffh!
BikeMattes
22.01.2009, 08:58
Tja, das mit der Subjektivität ist leider nicht zu ändern. Jeder Praxistest ist davon beeinflusst. Da hilft es nur mehrere, ehrliche und kritische Tester mit viel Erfahrung zu nehmen und die Ergebnisse mit objektiven Daten (Rundenzeiten, Leistungsdaten) usw. zu untermauern. Im schnitt sollte dabei etwas raus kommen, was so objektiv wie möglich ist. Anders wird es wohl kaum gehen.
Beim Carbonhardtailtest ist klar, dass sich am Ende das Ergebnis aus den Unterscheiden der Komponenten und der Geometrie zusammensetzt. Selbst ein Top-Reifen, kann dabei aber nicht über eine verhunzte Geometrie hinwegtäuschen. Aber sicher hat ein guter Reifen hier einen starken Einfluss auf die Fahreigenschaften.
Vorneweg: Double-Opt-In mit zusätzlicher Freischaltung ist lange out und hilft einer darbenden Community nicht gerade weiter. Delius Klasing und Internet waren schon immer wie Feuer und Wasser. Meine Freischaltung kam gestern, nach ca. 2 Monaten! Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich damals posten wollte. :rolleyes:
Zum Test:
IMO hat die BIKE damit einen Wettbewerbsvorteil, die Leistungsmessung hebt die Fahrwerksanalyse (und auch die der Fahrer) auf eine neue Ebene. Da die Daten sehr viel Interpretationsspielraum lassen, kann jeder Leser selbst entscheiden, welches Kriterium für ihn wichtig ist.
Kleiner Nachteil ist, dass die Meßrunde nicht mit dem originalen Hinterrad gefahren wird.
Deutlich aussagekräftiger wäre das neue Verfahren noch, wenn ihr auf allen Bikes die gleichen Reifen fahren würdet - dass lässt mehr Schlüsse auf Geo und Fahrwerk zu.
Im Diagramm Pedalrückschlag/Wippen ist Wippen für die Praxis wichtiger, zumindest bei Racern. Früher habt ihr Bikes wie das Blur wg. des Pedalrückschlags abgestraft, obwohl das Fahrwerk saugut funktioniert. Generell standen VPP-Hinterbauten bei euch schlecht im Kurs, dass ist jetzt zum Glück besser geworden. ;)
Fazit: Sprung nach vorne in der Bike-Analyse, weiter so!
--
Grüße
Marcus
also ich kann mich dem herrn aus dem 25zigsten nur anschliessen, hier werden echt keine sinnvollen ergebnisse rausgefahren. der eine mags oberrohr länger der ander kürzer, der dritte hat wohl im ganzen leben noch nie ne sattelstütze für ne abfahrt versenkt....
und das mit den reifen ist mir schon lange ein nervpunkt eurer tests. einerseits heissts bei euch immer: reifen vorbau lenker sattel gleich beim kauf tauschen (und am besten kostenlos- ich lach mich tot, wenn ihr das einem händler ins gesicht sagen würdet, der tät euch totschlagen tun!) und andererseit schreiben, da sind schlechte reifen drauf -punktabzug-, da iss der vorbau zu lang -punktabzug- und und und....
BikeMattes
27.01.2009, 09:15
MOIN!
Hallo erstmal! Sorry, das mit der Freischaltung, scheint ein Grundproblem hier zur sein. Ich habe vor ein paar Monaten damit angefangen, den bis dato Sauhaufen BIKE-Online auf Vordermann zu bringen. Um ehrlich zu sein, wir hatten hier einen Moderator, der es tatsächlich verpennt hat, ca. 1000 Freischaltunganträge durchzuabreiten. Das habe ich letzte Woche gemacht. Bei der Masse tut es mir leid, dass es nicht schneller ging. Ich hoffe, dass das mit meiner täglichen Kontrolle im Forum und auf der Homepage besser wird.
Zum Testprozedere: Was will man machen? Jedes Bike in unserem Test wird mit den vom Hersteller spezifizierten Reifen ausgeliefert. An der Stelle hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man testet das Bike mit einem Standard-Reifen, dann kann man aber keine Aussage über dei verbauten Komponenten treffen, weil der EXTREM wichtige Reifen-Aspekt fehlt. Oder man testet mit dem Original-Reifen, dann kann man UNTER UMSTÄNDEN kleinere Mängel in Geometrie und Fahrwerk übersehen, weil man das Biek nicht bis ans absolute Limit testen kann. UNTER UMSTÄNDEN! Denn ich glaube, dass Fahrer wie Karl Platt und Co. jedes Bike an die Grenze bringen können, egal welcher Reifen verbaut ist. Wenn man mal live gesehen hat, wie die Jungs mit diesen Bikes in die Abfahrt gehen, dann sehen selbst Biker, die sich völlig Angstfrei den Berg runter stürzen, dagegen alt aus. Der Reifen spielt im Grenzbereich vielleicht dann eine entscheidende Rolle, aber wieviel Prozent sind das dann noch?
Die Händler-Problematik ist uns natürlich auch nicht neu. Klar, dass nicht jeder Händler auf Tauschwünsche eingehen kann oder will, wobei das bei einem Bike-Preis von 3500 Euro plus durchaus diskutabel wäre. Wie dem auch sei, wir testen die Bikes wie sie vom Hersteller angeboten werden. Wenn ein schlechter Reifen bei so einem Test, die BIKE-Note versaut, dann ist das zumindest ein Argument für dei Hersteller, beim nächsten Mal bessere Reifen zu verbauen. Das kommt dann am Ende auch dem Biker und dem Händler zugute, der sich dann mit der Reifen-Problematik nicht mehr herum ärgern muss.
Das neue Test-Rrocedere ist auf alle Fälle ein Sprung nach vorne.
Denn was sagen denn die Test-Laborwerte für sich allein aus??
Wenn ein bike leicht und steif ist, kann es trotzdem eine schlechte Geometrie haben und sich nicht gut fahren lassen.
Die Wahrheit liegt aufm Trail :)
In der letzten Ausgabe bei den Race-Fullys war ja wieder zeitgleich im Konkurrenzmagazin auch ein Test drin, und da hab ich für mich viel weniger interessantes rauslesen können, als aus dem Bike-Test.
Wirklich interessant wäre nun noch gewesen, beim Fullytest als Referenz ein Hardtail mitfahren zu lassen, um zu sehen, wie effizient die Fully-Fahrwerke wirklich sind.
Was mich bei den Tests in "Bike" immer wieder stört, sind Druckfehler in den Tabellen, Diagrammen, techn. Angaben etc.. Oft genug heißt es eine Ausgabe später:...da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, ändert aber nichts am Testergebnis.... Teilweise haarsträubende Fehler, welche auf fehlende oder schlampige Endkontrolle der Texte/Beiträge schließen lässt.
Wichtig fand ich, dass die Diagramme jetzt endlich die Wipp-Problematik bei Hinterbauten mit darstellen. Plötzlich sind Canyon-Bikes nicht mehr mit "super" bewertet, weil sie eine schlechtere Wippeffizienz zeigen. Prompt werden deren Rahmen neukonstruiert, um dem neuen Prozedere besser gerecht zu werden? Wippen bei Fully-Hinterbauten ist doch immer noch eines der entscheidenden Kriterien und wurde und wird m.E. in den Testbriefen zu wenig berücksichtigt. Die besten Fullys sind doch die, die trotz geringem Wippen den Federweg möglichst effektiv/komfortabel nutzen, ohne dass man ständig zwischen diversen Plattform-Einstellungen hin- und herschalten muss. Da müssten doch z.B. die Maestro-Systeme ganz oben stehen. Nicht so im "Bike"-Magazin.
Auch fehlen mir exotischere Modelle in den Testreihen - immer nur Scott, Specialized, Canyon, Cube...Da wird man den Eindruck nicht los, dass es maßgeblich von den Werbeanzeigen abhängt, welche Hersteller miteinbezogen werden. Und da es ohnehin fast nur noch überragend, super, sehr gut und gut als Testergebnis gibt, kann jeder Hersteller am Ende mit seinem Testergebnis Reklame machen.
Scheibenbremsentests mit einigen Exemplaren werden auf einen Megatest aufgebläht, bloß weil man die Modelle mit je 3 Scheibengrößen testet. Da fühlen sich die meisten Leute doch vera.....Seit doch mal etwas kreativer und testet mal speziellere Produkte, z.B. eine mechanische Avid BB7 mit optimierter Peripherie (Hebel, Züge) gegen die hydraulischen. Unter den Usern eines der bestbewertetsten Bikekomponenten überhaupt, "totgeschwiegen" von den "Fachmagazinen".
Spikereifen werden nur im Eisstadion getestet, nicht aber im Schnee oder gemischten winterlichen Verhältnissen, wo sie hauptsätzlich eingesetzt werden.
Laufradsätze werden getestet, ohne ein einziges Wort über die Naben/Lager/Qualität zu verlieren.
Es wird Zeit, mein langjähriges Bike-Abo zu überdenken...
Hallo Leute,
grundsätzlich finde ich die Art der Biketests sehr gut und aufschlußreich. Auch den Video sehe ich mir gerne dazu an.
Was ich nicht nachvollziehen kann ist die Auswahl der Räder. Ständig die gleichen Marken. Da möchte ich mich einfach dem Vorschreiber anschließen. Warum ist das Rotwild - wenn es doch schon dabei war - nicht auch in den Test mitaufgenommen worden. Z.B. Marin fehlt immer - ist freilich auch keine Werbung im Heft.
Ansonsten freue ich mich stets auf die neue Ausgabe - wenn auch einiges schon ziemlich oberflächlich behandelt wird.
Der Onlineauftritt hat einen riesen Sprung gemacht! Glückwunsch.
Ride on
RockybikerPete
BikeMattes
02.02.2009, 09:32
Hallo Leute!
ich mische mich ja nur ungerne ein, aber wenn ich diese versteckten Seitenhiebe auf die Verbindung zwischen Test und Anzeige lese, schwillt mir der Kamm! Schließlich bin ich Journalist und da fühle ich mich sozusagen persönlich auf den Schlips getreten! Das sollte eigentlich auch für alle anderen Jounralisten gelten, wobei ich mir da nicht so sicher bin ;)
Wie dem auch sei, ich werde hier und jetzt und auch nur EINMAL etwas loswerden, um mit diesem ewigen Vorurteil aufzuräumen:
Die BIKE-Redaktion hat ihren Sitz in München. Die Anzeigenabteilung des Verlages sietzt in Bielefeld. Wir hier in der Redaktion haben, bis wir das gedruckte Heft in der Hand halten, keinen Schimmer welche Anzeige überhaut gebucht wurde und von wem. Wir bekommen nur die Info wieviele und welche Fromate die Anzeigen haben, damit wir das Layout drumherum bauen können. Das Testergebnisse, Testteilnahme oder sonst irgendwas von den gebuchten Anzeigen abhängt ist gelinde gesagt SCHWACHSINN. Wir versuchen hier mit enormen Aufwand, den mit Sicherheit kein anderes Magazin weltweit betreibt, eine objektive Berichterstattung zu ermöglichen. Unser Testprozedere ist dabei sehr ausgefeilt und wird ständig verbessert, um die wichtigen subjektven Testeindrücke mit harten Daten zu untermauern. Wenn solche Dinge passieren sollten, dann kündige ich meinen Job! Schließlich ist mir meine Journalisten-Ehre noch was Wert und das geht den Kollegen hier mit Sicherheit auch so. Objektive Berichterstattung ist unser Brot. Wenn es die nicht gäbe, könnten wir den Laden gleich dicht machen.
Andererseits - und so ehrlich sollte man sein - keine einzige Zeitschrift könnte sich ohne Anzeige finanzieren. Dann läge der Preis für ein Heft sicherlich bei Minimum 15 Euro, wir würden nur zwei Redakteure beschäftigen, einen Online-Auftritt gäbe es nicht und das Heft wäre maximal 50 Seiten dick.
Zum Test:
Die Auswahl der Bikes hängt nicht nur davon ab, welches Bike in eine bestimmte Kategorie passt. (Preislich und vom Einsatzbereich) sondern auch maßgeblich davon, ob die Hersteller zum gewünschten Termin liefern können. Das sind die „Großen“ meistens klar im Vorteil. Zu einem kleinen Teil setzten wir die Test auch nach den Ergebnissen unserer Leserumfrage zusammen. So kommen bliebte und häufig gekaufte Bikes öfter bei uns im Heft vor als andere. Einfach auf Grund der Annahme, dass diese Bikes den größten Interessenten-Stamm ansprechen. Auch der Technologie-Ensatz spielt eine Rolle. Hersteller die starke Entwicklungsarbeit leisten (Specialized, Scott, Cannondale usw.) sind öfter im Test vertreten, weil wir glauben, dass neue Konzepte und Technologien den Leser stark interessieren.
Dennoch versuchen wir andere Hersteller in den Tests unterzubringen. Speziell unsere Rubrik Einzeltest ist hierfür gut geeigent. Aber auch in den großen Tests im Frühjahr sind kleine Firmen und im deutschen Markt weniger stark vertrende Marken mit dabei.
Schlusskorrektur: Immer schwierig, besonders vor Weihnachten, weil wir dort oft nur ein oder zwei Tage Zeit haben um ein komplettes Heft durchzuackern. Leider rutscht dabei immer irgendetwas durch obwohl wir uns wirklich Mühe geben wirklich jeden Buchstaben zu scannen. Wir geloben Besserung!
So long.....
Bergdorfamazone
26.02.2009, 11:30
Andererseits - und so ehrlich sollte man sein - keine einzige Zeitschrift könnte sich ohne Anzeige finanzieren. Dann läge der Preis für ein Heft sicherlich bei Minimum 15 Euro, wir würden nur zwei Redakteure beschäftigen, einen Online-Auftritt gäbe es nicht und das Heft wäre maximal 50 Seiten dick.
Hallo;
Du scheinst Dich nicht gerade gut auf dem Deutschen Zeitschriftenmarkt auszukennen !
Ich würde dem Herrn mal empfehlen an den nächsten Kiosk zu laufen und das aktuelle TEST Heft in die Hand zu nehmen :
98 Seiten dick + lauter Tests ALLER Hersteller ( ob groß oder klein ) + keine einzige Seite Werbung drin : und das alles für 4,20 Euro !!
:D:D:D
Eure Bergdorfamazone
25thfloor
26.02.2009, 18:05
samma bergdorfamazone,
lebst du auf dem berg hinter dem deich?
die zeitschrift test erhält öffentliche zuschüsse, die nicht unbedingt transparent veröffentlicht sind, da hoch politisch (man sagt dazu auch verdeckte zuschüsse).
so weit ist es gekommen, dass ich das geschäft dieses kommerziellen bikeheftes betreiben muss. meine güte.
Bergdorfamazone
26.02.2009, 19:52
samma bergdorfamazone,
lebst du auf dem berg hinter dem deich?
die zeitschrift test erhält öffentliche zuschüsse, die nicht unbedingt transparent veröffentlicht sind, da hoch politisch (man sagt dazu auch verdeckte zuschüsse).
so weit ist es gekommen, dass ich das geschäft dieses kommerziellen bikeheftes betreiben muss. meine güte.
Nein,ich leb nicht hinterm Deich, aber man(n) sollte sich erst mal schlau machen,bevor er sich so äußert denn es ging um die Behauptung das es KEIN Heft gibt das sich ohne Anzeigen finanziert und die ist ja mal klar wiederlegt !
Und zu der Aussage der öffentlichen Zuschüße ( die nicht im mindesten Verdeckt sind ) mal folgendes :
Die Stiftung Warentest finanziert sich durch den Verkauf ihrer Zeitschriften „test“ (Auflage: im Jahresdurchschnitt 545.000 Exemplare) und „Finanztest“ (275.000), den Verkauf von Büchern und Sonderpublikationen sowie durch Testergebnisse im Internet unter www.test.de und durch Bundesmittel.
Im Jahr 2007 lagen die Verkaufserlöse bei rund 41 Millionen Euro. Dazu kamen 6,0 Millionen Euro vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Diese sollen als Ausgleich dafür dienen, dass keine Einnahmen durch Werbeanzeigen in ihren Publikationen erzielt werden dürfen, da diese Anzeigen die Stiftung in ein Abhängigkeitsverhältnis zu einem Anbieter bringen könnten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Warentest
Und selbst mit den 41 Millionen ohne die Zuschüße könnte das Heft wohl locker existieren - auch ohne jegliche Werbung !
Wenn der geneigte Herr mehr dazu wissen will, empfehle ich die Lektüre des TEST Jahresberichtes 2006, insbesondere die Seiten 24 + 25 , da ist das genaue Finanzaufkommen zu lesen :
http://www.test.de/filestore/jahresbericht2006.pdf?path=/e1/51/5777bb97-600e-46f4-9fdf-6bae5879381a-file.pdf&key=7657EDAA75BDFEEE339B0A327CAC071560616450
Nun hat der Herr der Schöpfung wohl mal erkannt wo seine angebliche "Nichttransparenz" zu entdecken und zu finden ist.
Eine Bergdorfamazone die seit mitlerweile 16 Jahren TEST Leserein ist... :D
Grüßchen
Lydia
25thfloor
27.02.2009, 12:35
liebe lydia,
das problem stiftung warentest ist leider etwas komplizierter als es in der veröffentlichten meinung dargestellt wird.
ich erlaube mir einige exkursionen:
das konstrukt "stiftung warentest" widerspricht den vorgaben des maastricht- vertrages, auf den sich ja bekanntermaßen helmut kohl und margret thatcher ("wir haben euch zwei mal geschlagen und jetzt seid ihr schon wieder da") einigen konnten. in wahrheit hat natürlich kohl nachgegeben und sich der thatcherismus (freier handel, wettbewerb überall) in diesen verträgen durchgesetzt, von frankreich und den anderen abgesehen, damals gab es speziell streit zwischen deutschland und england.
das hatte verschiedene folgen.
sowohl viele einrichtungen mit "öffentlichem auftrag", z. b. ard, sparkassen und auch u. a. die stiftung warentest, als auch solche nationalen eigenheiten wie das vw- gesetz bedurften sonderregelungen, die dann auch teilweise abgeschlossen wurden, teilweise bis heute strittig mit der eu verhandelt werden, teilweise strittig sind und gar nicht verhandelt werden.
zur stiftung warentest:
die stand als stiftung im widerspruch zu anderen testenden medien und hat sich natürlich durch öffentliche zuschüsse, von denen du oben einige angibst, die von der stiftung warentest veröffenlicht sind, einen wettbewerbsvorteil verschafft.
einerseits also wettbewerbswidriges verhalten.
andererseits soll ja diese einrichtung als verbraucherschutzorganisation von werbung unabhängig sein. in diesem fall löste man das problem durch offene (veröffentlichte) zuschüsse und verdeckte zuschüsse, wie z. b. steuererleichterungen, wie sie z. b. das stiftungsrecht bietet (rätsel: wer hat durch gründung einer stiftung in liechtenstein steuern hinterzogen?).
ich komme noch mal auf unser ausgangsstreitsubjekt und fasse zusammen:
die kommerzielle (und damit schon steuerlich zwingend auf Gewinn gerichtete) bikezeitschrift mit der zeitschrift von stiftung warentest zu vergleichen geht gar nicht.
BikeMattes
02.03.2009, 09:15
Richtig!
Und noch was zu den Zahlen! Als Special-Interest-Magazin, mit immerhin der größten Leserschaft und damit Auflage in ihrem Bereich könnten wir das Magazin ohne Anzeigen niemals wuppen. Das schafft im übrigen (fast) KEINE der 6500 Zeitschriften Titel am Markt. Außer sie werden wie test von anderer Seite unterstützt. Diese kann man aber getrost an einer Hand abzählen. Selbst Magzine die eine Mini-Zielgruppe haben wie z.B. Logistik o.ä. kommen ohne Anzeigen nicht aus, obwohl die Auflage mini ist.
Und: Zu TEST. Auch die lieben Leute von TEST machen wie alle Magazine die Testen nicht auf Anhieb alles richtig. Ich erinnere nur an den Test von MTB-Federgabeln in der damals noch Stiftung Warentest, der fern jeder Realität Rock Shox Federgabeln verschrottet hat.....Oder Auto Bild, die komme was da wolle nicht serienreife Mercedes Benz Abstandswarner mit gut beurteilten, obwohl der Testwagen nachweislich gegen die Wand gefahren wurde!?
Das beste Testergeniss ist immer noch das, welches sich aus Realitätsnahen Testverfahren ergibt und sich mit Erfahrungen der Praxis deckt. Die unfein ausgedrückt „Laborratten“ von test würden sich mit einem realitätsnahen Test von Kinderfahrräder z.B. oder Mountainbikes sicherlich schwer tun. Aber das ist ein anders Theama.
Lieber BIKEMATHES,
nach dem durchlesen dieser Fred-Kette kann ich nur sagen: träum weiter vom heheren Journalistenberuf...
Und fast ein Tipo:
"Als Special-Interest-Magazin" sollte wohl "Als Specialized Interessen Magazin" heissen !!!
GruZZ
und
Gesundheit
CB
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