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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Problem mit Fully: Lager ausgeschlagen



LionelCSG
23.05.2006, 23:08
Hallo!

Seit einiger Zeit wunderte ich mich darüber, dass man beim Pedalieren bei meinem Rad ein gewisses Spiel spürte. Ich dachte erst, dass irgendwas mit dem Tretlager nicht in Ordnung ist, aber jetzt bin ich dahinter hekommen: Die beiden hinteren GleitLager an der Hinterradachse sind ziemlich ausgeschlagen.

Wenn ich in die Pedale trete, sorgt der Zug der Kette jetzt somit dafür, dass das hintere Laufrad an der Kassette auf der rechten Seite ein paar Millimieter nach vorne gezogen wird.

Daher meine Frage: Ist es möglich/üblich, die Bohrungen hinten noch ein bischen weiter aufzubohren, sodass man da richtige Kugellager einsetzen kann, von denen ich mir dann eine bessere Haltbarkeit erhoffen würde.

Zur Zeit sind da nur so kleine Blechtüllen als Lager drin, die noch so eine Art Kragen an einem Ende haben. Ich hatte die mal rausgenommen und näher angesehen - die sehen sehr plattgequetscht aus.

Ciao, Lionel

LionelCSG
23.05.2006, 23:10
Ach ja, ich hatte noch vergessen, ein entsprechendes Bild mit anzuhängen.
Hier ist es:

robert_smith
24.05.2006, 12:37
Wieviel Platz da ist, größere Bohrungen einzubringen, ist leider nicht ersichtlich.
Würde allerdings sowieso problematisch, da:
-Garantieverlust
-Bohrungen müssen exakt fluchtend eingebracht werden, per Hand is da nix!

Gleitlager sind übrigens bei gleicher Baugröße deutlich belastbar als Wälzlager, ich vermute mal einfach, dass die Gleitlager schlecht abgedichtet waren, und deshalb eindringender Schmutz den Lager-Garaus verursacht hat...

Besser die Orignal-Gleitlager einbauen, und gelegentlich warten (d.h. auseinandernehmen und säubern, ggfls, je nach Lagerart, fetten)

Welche Laufleistung hat dein Bike hinter sich?

25thfloor
25.05.2006, 12:57
bereits das wechseln von industrielagern im hinterbau hat mich schon gelegentlich vor massive probleme gestellt.

bei gleitlagern ist das wechseln noch schwieriger.

hört sich immer so toll und einfach an "...wechselst du halt die lager...". die, die das schreiben, habens wahrscheinlich noch nicht selbst probiert, möglicherweise bin ich aber auch zu blöd für so was.

robert_smith
25.05.2006, 13:35
Schau mal in meine Sigantur! :D

Vom Angucken werden die Lager allerdings nicht aus der Schwinge raushüpfen, da sollte man schon richtig pressen. Ob es ein spezielles Werkzeug dafür gibt: k.A., mit passenden Hülsen, einer Gewindestange, 2 Muttern und ein paar dicken Unterlegscheiben kann man sich da aber was funtionierendes zusammenbasteln.

LionelCSG
25.05.2006, 21:51
Danke für all die Tipps!
Ich habe Dir mal ein paar weiter Bilder angehängt. Da kannst Du einmal die Größe der Lagerbohrungen sehen. Außerdem siehst Du diese komischen Tüllen, die um das rohrförmige, stählerne Gleitlager befestigt sind. Vom Material her scheint es irgendein drahtgeflechtverstärktes Gewebe zu sein. Hast Du sowas schonmal gesehen? Ist das eigentlich Standard-Verschleißware, die man einigermassen Einfach nachkaufen kann?
Wenn man sowas für ein paar Cent/Euro nachkaufen kann, kann ich damit gut leben - dann kommt halt was neues rein, wenn das alte verschlissen ist und ich würde dann mir einfach ein paar von den Dingern auf Vorrat kaufen...

Ach ja, die Laufleistung von dem Rad ist garnichtmal so hoch - bestimmt nicht mehr als 2000km. Allerdings bin ich auch ziemlich rauh mit umgegangen.


Wieviel Platz da ist, größere Bohrungen einzubringen, ist leider nicht ersichtlich.
Würde allerdings sowieso problematisch, da:
-Garantieverlust
-Bohrungen müssen exakt fluchtend eingebracht werden, per Hand is da nix!

Gleitlager sind übrigens bei gleicher Baugröße deutlich belastbar als Wälzlager, ich vermute mal einfach, dass die Gleitlager schlecht abgedichtet waren, und deshalb eindringender Schmutz den Lager-Garaus verursacht hat...

Besser die Orignal-Gleitlager einbauen, und gelegentlich warten (d.h. auseinandernehmen und säubern, ggfls, je nach Lagerart, fetten)

Welche Laufleistung hat dein Bike hinter sich?

robert_smith
25.05.2006, 22:11
die Stahlhülse hat ca. Durchmesser 10-12mm, wenn ich richtig schätze, und sollte verchromt sein. Diese Hülse läuft in einer Buchse, die noch im Hinterbau eingepresst ist,
Die beiden (verschlissenen) Scheiben sind Axiallagerscheiben, vermutlich aus Kunststoff, der irgendwelche halbwegs guten Gleiteigenschaften haben sollte, und zum einen der axialen Abstützung des Lagers dient, zum anderen zur Dichtung.
Ohne die genauen Maße kann ich dir nicht sagen, ob es ein Standard-Bauteil ist, das man für wenig Geld überall bekommen kann (Industriebedarf, oder übers I-net...), oder Spezialmaße, die du wohl nur über den Radhändler bekommst...

hat die Stahlhülse in der Buchse im Hinterbau merkliches Spiel? Lässt sie sich "kippeln"? Wenn ja: neue Buchse muss eingepresst werden. Wenn nein: gut :)
Dann müsstest du nur die Axialscheiben austauschen.

Wenn du mir die genauen Abmaße gibst, schau ich mal im Katalog
(Durchmesser und Breite der Stahlhülse, Bohrungsdurchmesser der Stahlhülse, Durchmesser der Buchse im Hinterbau, Aussendurchmesser und Breite der Axialscheiben, alles auf 1/10mm genau)

[edit, wenige Sekunden später]
könnte sein, dass die Axialscheiben auch radial tragen, und die Stahlhülse ca. 1-2mm kleiner im Durchmesser ist als die Bohrung in der Buchse im Hinterbau...